Die Hitzewelle macht vielen zu schaffen – insbesondere alten und kranken Menschen. Die WHO hat nun 16 Ratschläge veröffentlicht, wie sich negative gesundheitliche Auswirkungen von heißem Wetter vermeiden lassen. Diese können Sie an Ihre Patienten weitergeben.1,2

  1. Halten Sie Ihre Wohnräume möglichst kühl! Die Raumtemperatur sollte tagsüber nicht über 32 und nachts nicht über 24 Grad steigen.
  2. Nutzen Sie die kühlere Nacht zum Lüften! Schließen Sie nach Möglichkeit tagsüber alle Fenster und Türen, nutzen Sie Beschattungen, Rollläden etc.
  3. Durch das Aufhängen nasser Handtücher kann die Raumluft zusätzlich gekühlt werden, allerdings erhöht sich dabei die Luftfeuchtigkeit.
  4. Trinken Sie ausreichend, aber vermeiden Sie Alkohol, zu viel Koffein und Zucker.
  5. Verbringen Sie möglichst 2 bis 3 Stunden täglich an einem kühlen klimatisierten Ort (z.B. in einem Einkaufszentrum).
  6. Gehen Sie über die heiße Mittagszeit nicht nach draußen!
  7. Nutzen Sie die kühlsten Stunden des Tages (morgens zwischen 4 und 7 Uhr) für sportliche Aktivitäten.
  8. Bleiben Sie wann immer möglich im Schatten!
  9. Lassen Sie niemals Kinder oder Hunde in einem in der Sonne geparkten Auto (auch nicht für kurze Zeit)!
  10. Duschen oder baden Sie mit kühlem oder lauwarmem Wasser.
  11. Tragen Sie leichte Kleidung aus natürlichen Materialien und setzen Sie in der Sonne, einen Hut oder eine Kappe auf!
  12. Schlafen Sie nachts nur mit dünnen Laken und ohne Kissen.
  13. Essen Sie mehrere kleine leichte Mahlzeiten am Tag – und vermeiden Sie zu proteinreiche Kost.
  14. Wenn Sie sich schwindlig, schwach oder ängstlich fühlen, intensiven Durst oder Kopfschmerzen haben, begeben Sie sich an einen kühlen Ort, messen Ihre Körpertemperatur und trinken Sie etwas!
  15. Bei schmerzhaften muskulären Spasmen in Armen, Beinen oder dem Abdomen – vor allem nach körperlicher Aktivität in der Hitze – trinken Sie zur Rehydrierung elektrolythaltige Getränke. Bei länger als eine Stunde dauernden Hitzekrämpfen sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
  16. Trockene Haut, Delirium, Krampfanfälle oder Bewusstlosigkeit können Anzeichen eines eventuell lebensbedrohlichen Hitzschlags (Hyperthermie-Syndroms) sein. Rufen Sie in diesen Fällen den Rettungsdienst bzw. Notarzt und bringen Sie die betroffene Person ins Kühle, legen Sie sie mit den Beinen erhöht hin, öffnen Sie die Kleidung und versuchen Sie extern zu kühlen (z.B. Cool-Packs im Nacken, in den Achseln oder in der Leiste, mittels Ventilatoren oder indem Sie die Haut mit Wasser besprühen). Messen Sie falls möglich die Körpertemperatur. Ist diese erhöht, sollten auf keinen Fall fiebersenkende Medikamente wie ASS oder Paracetamol gegeben werden. Diese sind bei erhöhter Körpertemperatur infolge Hitze wirkungslos – können sich aber aufgrund ihrer renalen und hepatischen Nebenwirkungen störend auf die Therapie des Hitzschlags auswirken.

Quellen: Coliquo-Online

1. WHO Europe. Public health advice on preventing health effects of heat. New and updated information for different audiences.

2. Medscape Deutschland: Cool bleiben – Ratschläge, wie man mit der Hitze am besten klarkommt, aus dem aktuellen WHO-Guide.

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