Wer ein- bis zweimal pro Woche tagsüber ein Schläfchen macht, halbiert sein Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse.
Diverse Studien haben bereits den Zusammenhang zwischen Mittagsschlaf und kardiovaskulärer Gesundheit untersucht. Meist wurden dabei aber lediglich Mittagsschläfer mit Nicht-Mittagsschläfern verglichen oder der Fokus auf die Dauer der Nickerchen gelegt, bemängeln die Internistin Dr. Nadine Häusler vom Universitätskrankenhaus in Lausanne und Kollegen.

Anhand der Daten von 3462 Teilnehmern der CoLaus-Kohortenstudie haben die Forscher nun erstmals den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Powernaps und dem Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse untersucht.

Die zu Studienbeginn nicht kardiovaskulär vorbelasteten Probanden hatten Angaben dazu gemacht, wie oft und wie lange sie pro Woche tagsüber schlummerten. Zudem wurde erhoben, ob es in den darauffolgenden gut fünf Jahren zu akuten Koronarsyndromen, Schlaganfällen oder ischämischen Herzkrankheiten kam.

Dauer des Nickerchens hat keinen Einfluss
Diejenigen, die angegeben hatten, sich ein- bis zweimal pro Woche mittags hinzulegen, zeigten ein um 48 % niedrigeres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als die Gruppe ohne Mittagsschlaf. Häufiger als zweimal pro Woche ein Nickerchen einzulegen, hatte keinen solchen Effekt. Die Dauer des Mittagsschlafs spielte für den Zusammenhang ebenfalls keine Rolle. 

Quelle: Häusler N et al. Heart 2019; doi: dx.doi.org/10.1136/heartjnl-2019-314999

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